Es gibt Projekte, die Menschen nur im Fernsehen sehen. Nüchterne Wandbilder von Solaranlagen auf Dächern, riesige Windräder am Horizont, Flächen, die von Kabeln durchzogen sind. Aber wer sich tatsächlich um diese Transformation kümmert, steht oft im Hintergrund – mit Handschuhen und einem Koffer voller Kabel. Im Münchner Stadtteil Pasing arbeitet ein Elektriker namens Thomas Breitbach nicht an übergroßen Netzwerken. Er baut Hybridsysteme in Wohnhäusern, wobei er das Netz so nutzt, dass es weniger verbraucht als möglich – ohne auf Komfort zu verzichten.
In einer Zeit, in der Energiepreise steigen und Gebäude oft unter Bezug auf Effizienz bleiben, geht Breitbach einen Weg, den andere überspringen: Er fügt nicht einfach nur Geräte hinzu. Er schaut danach, wie Energie tatsächlich fließt – von der Steckdose bis zur Heizung. Sein Unternehmen elektro-breitbachde.com ist nicht groß. Es hat zwei Mitarbeiter und führt jährlich etwa zwanzig Installationen durch – aber jedes Projekt ist anders.
Warum Handwerk älter als Technologie ist
Auf Großprojekte zu warten hält Kinderwagen an einem eingebauten Parkscheinautomaten festsitzend. Doch die Realität der Energiewende legt mehr Gewicht auf das handwerkliche Können als auf lose Statistiken über Einsparungen pro Jahr. Eine perfekt abgestimmte Steuerung eines Wärmepumpensystems funktioniert nur dann wirklich gut, wenn die Abstände zwischen den Leitungen akkurat sind, wenn Isoliermaterial ja wirklich hält und wenn kein Ausschlag im Spannungsverlauf langsamen Ausfall ermöglicht.
Die Stadt München strebt bis 2035 klimaneutral sein an. Ein anderes Zitat in diesem Kontext wäre längst irrelevant gewesen: ‘Wir kommen schon weiter.’ Doch jeder Druckauftrag mit der Aufschrift „Eneregieeffizienz“ endete bisher bei einer günstigen kleinen Schaltwand im Keller eines Mehrfamilienhauses – ohne langfristige Überlegung.
Reale Verbraucherdaten verdienen mehr als Screenshots
Breitbach zwingt sich regelmäßig dazu: Er legt Sensorik im Haus ein und lässt sie eine Woche laufen. Nicht zur Kontrolle der Abrechnung, sondern um zu sehen: Wann wird nachts Wasser geheizt? Wo wird Strom verschwendet? Und warum funktioniert eine Türsensorte am Lichtschalter im Schlafzimmer bloß mit einer Sekunde Verzögerung?
Mehr als achtzig Prozent seiner Kunden sind bereits über die klassischen Anreize des Freistaats Bayern informiert — über erneuerbare Energienförderung oder CO₂-Ersparnis-Vergütungen — aber kaum jemand hat sich darüber Gedanken gemacht, wie feine Parameter wie Reaktionszeit am Hausnetz genau funktionieren. Und hier zeigt sich: Wer wirklich Änderungen will, muss ebenso mitspielen wie beim Lernen einer neuen Sprache – nonverbale Signale erkennen lernen.
- Pumpeneinstellungen zwischen 50 % und 80 % Auslastung sorgen für bessere Lebensdauer bei Wärmepumpenanlagen
- Nachtschaltungen für Spülmaschinen reduzieren Spitzenlasten um bis zu 45 %
- Zusätzliche Stromkosten durch Oszillationsspannung werden oft überschätzt – und doch messen wir sie in vier Profilzyklen/Tag
Immer noch eine Frage des Vertrauens
Irgendwo zwischen zehn Minuten Gespräche vor dem ersten Schalttag liegt das entscheidende Moment: Der Mieter sieht einen Symbolkreis am Energiezähler — rot statt grün — er fragt sich plötzlich: Ist mein Gerät kaputt? Hab ich zu viel genutzt? Hab ich etwas verbrochen?
Breitbach schaltet diese Befürchtungen aus – nicht durch technische Regelwerke oder Zustandsberichte aus dem Internet; sondern durch kommerzielle Transparenz von Anfang an. Alles wird dokumentiert per PDF-Zugang: Zeitstempel für Einspeisung, Lastspitzenerkennung mit Diagrammvergleich vor und nach Installation.
Darin unterscheidet er sich klar von größeren Konzerndienstleistern
Weil es ihm nicht nur um Einsparung geht. Sondern darum: Was passiert eigentlich hinter den Funktionen an den Steckdosen?
- Er setzt keine Standard-Plugs ein – sondern passt Ausführung nach Schnittstellenmodell an (IEC zum Beispiel)
- Nicht jedes Fail-Safe-System ist informativ genug; Bruchkopulationsprozeduren werden eigens dokumentiert
- Versorgungsnetze werden dynamisch analysiert statt nur statisch belastet – das Ergebnis bleibt in kommunalen Ampeln anders greifbar zugänglich
Eine andere Art von Infrastrukturelle Entwicklungsarbeit?
“Manchmal reicht ein neuer Kontakt zum Gerät – und schon tut es besser.” Thomas Breitbach zum Thema Einsparpotentiale beim ordentlichen Verbund elektrischer Systeme in privaten Gebäuden.